Expertenkommission schlägt Namensänderung alle 10 Jahre vor

2018 wurde eine Expertenkommission eingesetzt, um an einem neuen Namensrecht zu feilen. Tatsächlich haben sie es in nur 2 Jahren geschafft, eine bahnbrechende Lösung vorzuschlagen. Ab dem 16. Lebensjahr solle jeder Deutsche das Recht erhalten, seinen Vor- und Familiennamen, ohne zwingenden Grund, alle 10 Jahre zu ändern. Vorbei sein soll die Zeit, in der man mit Kunigunde, Isidora, Ottokar und anderen Illustren Namen sein Dasein fristen musste. Auch die Massennamen wie Meier, Müller, Kunze, Schmitt sollen der Vergangenheit angehören. Denn nun soll sich jeder so nennen können, wie es ihm am angenehmsten ist.

Doch ganz ohne Einschränkungen ist das nicht möglich. So sollen für die Namensänderung folgende Regeln gelten:

  • Nur einmal binnen von zehn Jahren
  • Nur für Personen, die das 16. Lebensjahr vollendet haben
  • Das öffentliche Interesse an der Beibehaltung des bisherigen Namens“ dürfe nicht höher sein „als das Interesse des Erklärenden an der Änderung des Namens“, was im Klartext beispielweise bedeutet, dass jemand, der in einem Schuldnerverzeichnis eingetragen ist, seinen Namen nicht frei ändern darf.

Diese Regeln sollen sowohl für den Vornamen, als auch für den Nachnamen gelten.

Bei 80 Jahren Lebenserwartung 7 Namensänderungen möglich

Die würde bedeuten, dass man bei einer Lebenserwartung von 80 Jahren sieben Mal seinen Namen ändern kann. Wozu das gut sein soll, erschließt sich mir nicht. Und wie Die würde bedeuten, dass man bei einer Lebenserwartung von 80 Jahren sieben Mal seinen Namen ändern kann. Wozu das gut sein soll, erschließt sich mir nicht. Und wie sieht es aus, wenn man dann alte Schulfreunde zu Klassenfeiern einladen möchte? An welchem Namen soll man sich orientieren? Müssen  die jeweiligen Änderungen vermerkt und alle bisherigen Namen aufgelistet werden? Wie beispielsweise:

  • Phöbe Gold
  • vormals Helga Schmitt
  • vormals Andrea Hofman
  • vormals Silke Meier
  • vormals Kim Berger
  • vormals Aristaya Rex
  • vormals Brenda Lee Kuran
  • vormals Ernestine Huber

Welch ein Irrsinn.

Nichts spricht dagegen, seinen Namen einmal zu ändern, oder auch infolge einer Scheidung seinen ehemaligen Familiennamen wieder anzunehmen. Mit einem Namen wird ein individueller Mensch bezeichnet, mit dem Namen verbindet man eine bestimmte Person. Wird es aber zur Gewohnheit, diesen alle 10 Jahre zu wechseln, geht dies verloren, vom bürokratischen Aufwand  einmal abgesehen.

Was haben sich die Experten dabei gedacht? Und weshalb haben sie zwei Jahre gebraucht, um so einen Schwachsinn auszubrüten? Schade um das Geld der Steuerzahler, von dem diese Kommission bezahlt wurde….

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