Corona-Impfstoff, Fortschritte beim Impfen

Endlich Fortschritte beim Impfen

Es geht langsam vorwärts! Fortschritte beim Impfen gegen das Coronavirus stellen sich ein. Es hat zu lange gedauert, aber es ist an der Zeit auch Fortschritte anzuerkennen.

Endlich gute Nachrichten! Es zeichnen sich substanzielle Fortschritte beim Impfen ab. Die Impfkampagne in Deutschland, aber auch der EU nimmt rasant an Fahrt auf. Dies belegen die Lieferdaten der Hersteller ebenso eindrucksvoll, wie auch die Meldungen aus den Ministerien.

Die Fortschritte beim Impfen

Hierzu ein kleiner Vergleich: Im 1. Quartal lieferte BioNtech 12.356.175 Impfdosen nach Deutschland. Im 2. Quartal werden 50.304.150 Impfdosen geliefert.

Moderna lieferte hingegen nur 1.761.600 Impfdosen nach Deutschland, im zweiten Quartal werden es 6.420.000 Impfdosen sein.

Einzig AstraZeneca erweist sich weiterhin als unzuverlässiger Lieferant. 5.577.600 Impfdosen lieferte das Unternehmen zwar im ersten Quartal nach Deutschland. Für das zweite Quartal gibt es bisher keine zuverlässigen Zahlen. Nach aktuellen Lieferplänen bis Ende Juni könnten es sogar nur 2.859.600 Impfdosen im 2. Quartal sein.

Durch den Start der Lieferung von Johnson & Johnson, das Vakzin, dass nur einmal verimpft werden muss, sollen bis zum Ende des 2. Quartals 10,1 Millionen Impfdosen geliefert werden, was ein echter Boost für die Kampagne darstellen würde. Und dann sind noch Dosen von Curevac in der Warteschlange. Die Zulassung durch die EU soll noch im Mai erfolgen.

Dies zeigt: Wurden im 1. Quartal insgesamt 19.695.375 Impfdosen geliefert, sind es im 2. Quartal, ohne verlässliche Zahlen von AstraZeneca, Johnson & Johnson und CureVac bereits 56.724.150 Dosen. Hinzu kämen weitere rund 2,8 Millionen von AstraZeneca sowie 10,1 Millionen von Johnson&Johnson (nur einmal zu verimpfen).

Egal wie man es dreht: BioNtech mausert sich um Retter der Impfkampagne in Deutschland. Massive Mehrproduktionen und extrem zuverlässige Lieferungen zeichnen das Mainzer Unternehmen und ihr Weltmarkt-Partner Pfizer aus.

AstraZeneca hingegen kämpft nicht nur mit einem schlechten Ruf, sondern auch mit einer katastrophalen Lieferpolitik.

Moderna, als US-Unternehmen maßgeblich durch den US-Exportbann betroffen, liefert geringe Mengen, diese aber zuverlässig.

Dass die EU gerade einen Mega-Deal mit BioNtech verkündet hat, dürfte daher kaum verwundern. 1,8 Milliarden Impfdosen für die EU bis 2023, um die Booster-Impfungen zuverlässig sicherzustellen ist ein klares Zeichen, dass man aus seinen Fehlern gelernt hat. Die Bedingung, dass alle erforderlichen Zulieferer BioNtechs ebenfalls in der EU produzieren müssen, tun ihr Übriges dazu.

Spahn kündigt Ende der Priorisierung an

Ein weiteres Indiz, dass die Impfkampagne in Deutschland endlich richtig Fahrt aufnimmt, war die Ankündigung, dass im Juni die Priorisierung kippen wird. Dann kann jeder, der möchte, einen Termin zum Impfen gegen Sars-CoV-2 vereinbaren. Ein gutes Zeichen.

Die fundamentale Kritik an der Impfstoffbeschaffung bleibt bestehen und war berechtigt. Es ist aber jetzt auch an der Zeit, positiv in den Sommer zu blicken. Es ist nicht alles Gold was glänzt. Aber auch nicht alles schwarz. Das Licht am Ende des Tunnels wird größer! Und das ist gut!