Robert-Koch-Institut

Langsamer geht es nicht – Daten vom RKI immer noch im Rückstand

Es mutet durchaus komisch an. Auch am 17.01.2021 sind die Sars-Cov-2-Dashboard-Daten nach Aussagen von RKI-Chef Lothar Wieler nicht belastbar. Bis Mitte nächster Woche sollen alle Daten nachgetragen sein. Dies wirft kein gutes Licht auf die oberste Gesundheitsbehörde des Landes.

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Das Robert-Koch-Institut hat auch am 17.01.2021 immer noch immer Rückstand in der Meldung der Infektionszahlen. Einfach ausgedrückt: Das Covid-19-Dashboard des RKI weißt immer noch falsche Daten aus.

Und dies vermutlich bis Mitte nächster Woche, wie der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Robert Wieler, am vergangenen Donnerstag auf der ersten Pressekonferenz im Jahr 2021 mitteilte.

Bereits am Dienstag jedoch möchte Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Chefinnen und Chefs der Bundesländer über das weitere Vorgehen in der Pandemie beraten. Es stehen Verschärfungen sowie die Verlängerung des Lockdowns im Raum.

Der saarländische Ministerpräsident brachte sogar Ausgangssperren zur Sprache.

Somit wird deutlich, dass die Bund-Länderkonferenz auf nachweislich nicht belastbarer Zahlenbasis Entscheidungen treffen wird. Ob es tatsächlich Regelverschärfungen geben wird, ist indes unklar, da sich seit Tagen eine rückläufige Tendenz der Infektionszahlen abzeichnet.

Erstmal erkennt man am heutigen Tag (17.01.2021) auch eine leichte Entspannung bei der Intensivbettenbelegung laut DIVI-Zentralregister.

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Dies ist ein positives Zeichen, welches uns zuversichtlich stimmen sollte. Ob jetzt eine Verschärfung, um diese Tendenz zu beschleunigen, sinnvoll ist, können wir nicht beurteilen. Aus unserer Meinung würde eine Verlängerung des Lockdowns bei gleichen Maßnahmen – sofern sich in den nächsten Tagen diese Tendenz fortsetzt, anbieten.

Auch die Wissenschaft sowie wichtigsten medizinischen Verbände raten hierzu.

Kritisch anzumerken ist dennoch die Arbeitsgeschwindigkeit des Robert-Koch-Instituts. Wie kann es sein, dass auch am 17.01. noch immer nicht alle Nachmeldungen von Weihnachten und Silvester eingebucht sind? Bedenkt man, dass es sich beim RKI um die oberste deutsche Seuchenschutzbehörde handelt, auf deren Einschätzung sämtliche Maßnahmen basieren, ist dies ein unhaltbarer Zustand.

Übrigens ebenso, wie dass seit einem Jahr alle am Wochenende gelieferten Meldezahlen das Papier nicht wert sind, auf dem sie gedruckt sind. Durch „Wochenende“ wird weniger getestet und auch weniger Daten aus dem Gesundheitsamt gemeldet. Weshalb man diese Zahlen überhaupt liefert, ist somit fraglich, da zum Montag und Dienstag hin diese Daten wieder nachgetragen werden.

Hier hat die Bundesrepublik, wie in vielen Bereichen, deutlich Nachholbedarf.

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