Olaf Scholz

Mit Scholz kommt die Langeweile

Olaf Scholz scheint die Inpersonifizierung des deutschen Biedermeiers zu sein: Langweilig, träge, ideenlos, mittelmäßig. Zieht Olaf Scholz ins Kanzleramt ein, ändert sich wenig zu 16 Jahren Merkel zuvor.

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Es ist schon ein Wunder: Olaf Scholz Wahlkampfkampagne kann nichts etwas ernsthaftes anhaben. Weder die G20-Krawalle, als ganz Hamburg in Flammen stand, noch die Marburg-Bank-Affäre konnte Olaf Scholz als amtierenden Bürgermeister der Stadt Hamburg zu Fall bringen. Auch die Machenschaften um „Cum-Ex“ und Wirecard können die Beliebtheit des SPD-Finanzministers bisher brechen. Noch nicht einmal die von einer CDU-Frau initiierte Razzia im Bundesfinanzministerium scheint Scholz etwas anhaben zu können.

Doch wen bekommt Deutschland eigentlich, wenn Olaf Scholz Bundeskanzler wird? In einem Wahlkampf ohne Kampf redet der SPD-Politiker viel, sagt aber wenig. Was festzustellen ist: Scholz gibt sich eindeutig als Merkel-Erbe aus – und das nicht erst, als er sich mit Merkel-Raute ablichten hat lassen.

Dies bedeutet für Deutschland: Keine Panik. Vor allem aber: Keine Ambition. Wie kann es sein, dass ein Mann, der auch aufgrund seiner kühlen, roboterähnlichen Art „Scholzomat“ genannt wurde, plötzlich der beliebteste Kanzlerkandidat ist? 

Doch klar ist vor allem eins: Wer Scholz wählt, wählt einen weiteren Linksruck für das Land. Denn Die SPD ist schon lange nicht mehr die Partei der Mitte, des „deutschen Arbeiters“. Insbesondere Kevin Kühnert und Saskia Esken haben den Linksruck innerhalb der Sozialdemokraten-Partei deutlich vorangetrieben. 

Dies ist offenbar auch der Grund, weswegen Scholz bis heute nicht deutlich sagt, dass er nicht mit der Linken koalieren wird. Denn wenn es „Spitz auf Knopf steht“, wird er genau dies tun (müssen). Dafür werden Kühnert und Esken sorgen – und wenn er es bereits heute ausschließen würde, müsste er wortbrüchig werden. Daher eiert Scholz bei diesem Thema rum.

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Oder anders ausgedrückt: Ermöglicht die Wählerschaft Rot-Grün-Dunkelrot, wird man sich im Willy-Brandt-Haus freuen. Ob sich die Bürgerschaft jedoch freuen darf, darf zumindest angezweifelt werden.

Man wird sondieren und feststellen, wie nah sich Linke und SPD mittlerweile gekommen sind und die grünen Verbotsfanatiker werden dies gleich mitfeststellen.

Und spätestens dann wird klar: Scholz hat keine Macht mehr, sondern die SPD-Bundesvorstände bestimmen den Weg. Und dieser wird teuer. Dann werden Allmachtsfantasien wie eine europäische Arbeitslosenversicherung umgesetzt, für die Deutschland rund 11 Milliarden Euro pro Jahr zahlen wird, jedoch kaum profitiert. 

Deutschland wird noch mehr zum Melkesel der EU, Migrationsthemen werden verstärkt behandelt – wohlwollend versteht sich. Man könnte auch sagen: Mehr Geld für Europa und die Welt, die großen Probleme Deutschlands schultert der Arbeiter mit seinen Steuerabgaben – die jedoch kaum für die großen Probleme wie Infrastruktur, Bildung und Digitalisierung genutzt werden. Ach: Und der Klimaschutz wird natürlich vorangetrieben, von den Grünen, mit Zwangssteuern, der Abschaffung von Benzinbetriebenen Fahrzeugen, alles Auf Elektro. Wo Sie als Bürger im Reihenhaus oder im Wohnblock ihr Fahrzeug aufladen, interessiert die SUV-fahrende, eigenheimbesitzende und zumeist „über dem Durchschnitt“ wohlhabende Wählerschaft der Grünen Verbieter nicht.

Ja, ich zeichne ein düsteres Bild und ich hoffe, mich zu irren. Ich glaube jedoch nicht daran, mich zu irren. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

Bildquellen

  • Olaf Scholz: SPD
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