Trump droht mit Truppenabzug: Und tschüss!

Trump droth wieder einmal: Dieses mal mit einem Truppenabzug. Denn geht es nach Donald Trump, sollen in den nächsten Monaten rund 9500 Angehörige der US-Streitkräfte aus Deutschland abgezogen werden.

Offiziell ist diese Entscheidung noch nicht, doch die „Trumpsche Vorankündigung“ passt zum Politikstil des – bei allem gebotenen Respekt, unfähigsten US-Präsidenten der vergangenen Jahrzehnte.

Seit Trump im Weißen Haus ein- und ausgeht, hat sich der Führungsstil massiv verändert: Partner und langjährige Verbündete werden weder kontaktiert, noch vorab informiert, gerade in der aktuellen Frage sollen auch US-Generäle und die Nato erst aus der Presse von Trumps Idee erfahren haben.

So ist er eben, das amerikanische „Trumpeltier“. Der US-Präsident befindet sich mitten im Wahlkampf, er möchte im November seine zweite Amtszeit beginnen und hierfür braucht er täglich Sparringspartner. Ob seine Minister, ob China, ob Deutschland oder seine eigenen Gefolgsleute: Niemand ist vor Trumps Ausbrüchen sicher.

Multilaterale Verbindungen interessieren Trump nur so lange, wie sie ihm selbst einen Nutzen schaffen. Ob Amerika, und das ist bitter zu schreiben, überhaupt noch der gute Partner für Europa ist, darf mittlerweile bezweifelt werden. Denn Trump verkörpert durch seine zuweilen launige Radikalität Unsicherheit wie kein anderer Staatschef.

Mittlerweile darf sogar offen überlegt werden, ob Russlands Präsident Vladimir Putin nicht verlässlicher als der US-Präsident ist: Bei Putin weiß man wenigstens, wo dran man ist – im Positiven wie auch im Negativen.

Truppenabzug der US-Army: Und tschüss!

Der Truppenbestand der US-Army in Deutschland geht nicht nur auf den zweiten Weltkrieg zurück, sondern auch auf die direkten Grenzen zwischen „Ost“ und „West“: Westdeutschland und Ostdeutschland bildeten die direkte Grenze zwischen damaliger Sowjetunion und dem Nato-Westbündnis.

Heute gibt es – derzeit – keine territoriale Bedrohung mehr, von den Cyberangriffen mal abgesehen.

Dass überhaupt noch US-Truppen in Deutschland in dieser Menge stationiert sind, dient zu großen Teilen amerikanischen Interessen: Ob es sich um Kommandostäbe, Fliegerhorste, Übungsplätze, Atombombenstützpunkte oder der Drohnenstützpunkt Ramstein.

Dennoch darf auch die ökonomische Wirkung nicht vernachlässigt werden: Rund 35.000 Militärangehörige und ihre Familie sorgen für Kaufkraft in Deutschland.

Dennoch: Möchte Trump seine Truppen abziehen, soll er es tun. Ob er sie nach Amerika zurückholen möchte, oder sie in einem „ihm wohlgesinnteren“ Land stationieren möchte, ist nicht bekannt. Eines ist jedoch klar: Stationiert er sie im Baltikum oder in Polen, stehen sie bald russischen Panzern gegenüber. Und dies ist ein Zustand, den die Nato, aber auch Russland nicht möchte.

Aber noch etwas: Wenn Trump tatsächlich seine Truppen abzieht, dann sollte er auch zwingend seine Atomsprengköpfe mitnehmen. Denn diese haben auf deutschem Boden auch nichts zu suchen – und schon zweimal nicht mit einem Staatschef wie Trump am „roten Knopf“.

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